Heizen und Kühlen mit Energiepfählen

- thermische Nutzung des Untergrundes

Eine Energiepfahlanlage sollte möglichst als Wechselspeicher (saisonal wechselnder Heiz- und Kühlbetrieb) betrieben werden. Dadurch wird eine optimale spezifische Entzugsleistung [W/m] sowohl für die Wärme- als auch für die Kältegewinnung erreicht. Das Temperaturregime der Energiepfahlanlage kann nachhaltig stabil gestaltet werden. Bei langjährig nahezu ausgeglichener Wärmebilanz ist die gegenseitige thermische Beeinflussung von benachbarten Energiepfählen zueinander minimiert.

Saisonaler Speicherzyklus


Inbetriebnahme
Temperatur des
Untergrundes
ca. 8-12°C
Sommer
Gebäudekühlung
Untergrund dient
als Wärmesenke
Herbst
Wärmespeicherung
im Untergrund
ca. 12- 20°C
Winter
Gebäudeheizung
Untergrund dient
als Wärmequelle
Frühling
Kältespeicherung
im Untergrund
ca. 1-8°C
Saisonaler Speicherzyklus

Die Nutztemperaturniveaus sollten für die Kühlung möglichst hoch (> 16...18°C) für die Heizung möglichst niedrig (< 35°C) gewählt werden. So wird eine hohe energetische Effizienz der erdgekoppelten Wärmepumpe erreicht. Optimale Nutztemperaturniveaus im Gebäude können zweckmäßigerweise durch Niedrigtemperatur-Heizungen, Bauteilaktivierung, großflächige Lüftungsregister usw. erfolgen.



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